Wenn der Welpe zum Junghund wird

Wenn der Welpe zum Junghund wird

Junghund: Eine kritische Phase im Hundeleben - Tipps undTricks für Hundebesitzer  

Ein Junghund ist kein Welpe mehr, aber auch noch nicht erwachsen – eine spannende und herausfordernde Zeit für dich und deinen Vierbeiner. Ab dem 5/6 Monaten bis hin zu 2/3 Jahren, durchlaufen Junghunde wichtige Entwicklungsphasen, die sowohl für das Tier als auch für dich entscheidend sind. In dieser Phase legst du den Grundstein für ein harmonisches Zusammenleben und ein gut erzogenes, soziales Haustier.

Warum ist die Junghund-Phase so wichtig?

Die Junghund-Phase ist entscheidend, weil Hunde in dieser Zeit ihre Persönlichkeit und ihr Verhalten stark entwickeln. Alles, was dein Hund in dieser Zeit lernt und erlebt, hat einen großen Einfluss auf sein zukünftiges Verhalten als erwachsener Hund. Ein gut sozialisierter und trainierter Junghund wird in der Regel ein ausgeglichener und gut angepasster erwachsener Hund.

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Konsequentes Training und positive Verstärkung

Konsequentes Training ist das A und O in der Erziehung deines Junghundes. Positive Verstärkung, wie Belohnungen und Lob, ist besonders effektiv. Grundkommandos wie „Sitz“, „Platz“, „Bleib“ und „Hier“ sollten intensiv geübt werden. Kurze, regelmäßige Trainingseinheiten sind dabei oft effektiver als lange Sessions.

Geduld und Konsistenz

Geduld und Konsistenz sind Schlüsselwörter in der Junghund-Phase. Hunde lernen durch Wiederholung und klare Regeln. Inkonsequentes Verhalten von Deiner Seite kann den Hund verwirren und zu unerwünschtem Verhalten führen.

Spielerisches Lernen

Junghunde sind neugierig und haben einen ausgeprägten Spieltrieb. Nutze diese Eigenschaften, um das Training spielerisch zu gestalten. Intelligenzspielzeuge und Suchspiele sind hervorragende Methoden, um Deinen Hund geistig zu fordern und gleichzeitig zu trainieren.

Sozialisierung Deines Junghundes

Vielfältige Erfahrungen

Die Sozialisierung ist ein essenzieller Teil der Junghund-Phase. Ein gut sozialisierter Hund ist weniger ängstlich und reagiert in neuen Situationen souveräner. Stelle Deinen Hund verschiedenen Menschen, Tieren und Umgebungen vor. Dies kann Spaziergänge in belebten Parks, Besuche in der Stadt oder Treffen mit anderen Hunden einschließen.

Positive Erlebnisse schaffen

Es ist wichtig, dass die Erfahrungen Deines Junghundes positiv sind. Sorge dafür, dass neue Begegnungen und Situationen mit etwas Angenehmem verbunden sind, zum Beispiel mit Leckerlis oder Spieleinheiten. Dies fördert ein positives und neugieriges Verhalten.

Hund in der Pubertät - mal gut drauf, mal schlecht drauf

Welpen- und Junghundeschule

Der Besuch einer Welpen- oder Junghundeschule kann sehr hilfreich sein. Hier lernt Dein Hund nicht nur Grundkommandos, sondern auch den Umgang mit Artgenossen und fremden Menschen. Zudem erhältst Du als Besitzer wertvolle Tipps und Unterstützung von erfahrenen Hundetrainern.

Körperliche und geistige Auslastung

Ausreichende Bewegung

Junghunde haben einen hohen Energiebedarf und brauchen viel Bewegung. Tägliche Spaziergänge, Toben im Garten oder Spielstunden mit anderen Hunden sind unerlässlich, um Deinen Hund körperlich auszulasten. Ein unausgelasteter Hund neigt zu Verhaltensproblemen wie übermäßigem Bellen oder Zerstörungswut.

Geistige Stimulation

Neben der körperlichen Bewegung ist auch geistige Auslastung wichtig. Intelligenzspiele, Suchspiele oder das Erlernen neuer Tricks fordern Deinen Hund geistig und halten ihn beschäftigt. Dies ist besonders wichtig, um Langeweile und Frustration zu vermeiden.

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Ernährung und Gesundheit Deines Junghundes

Gesunde Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung ist essenziell für das Wachstum und die Entwicklung Deines Junghundes. Achte darauf, dass das Futter alle notwendigen Nährstoffe enthält. Es gibt spezielle Junghundnahrung, die auf die Bedürfnisse von jungen Hunden abgestimmt ist.

Regelmäßige Tierarztbesuche

Regelmäßige Besuche beim Tierarzt sind wichtig, um sicherzustellen, dass Dein Hund gesund bleibt. Impfungen, Wurmkuren und allgemeine Gesundheitschecks sollten regelmäßig durchgeführt werden. Dein Tierarzt kann Dich auch zu speziellen Bedürfnissen Deines Hundes beraten.

Häufige Herausforderungen in der Junghund-Phase

Pubertät und Verhaltensänderungen

Wie bei Menschen durchlaufen auch Hunde eine Pubertätsphase, in der sie plötzlich Verhaltensänderungen zeigen können. Dein Hund testet möglicherweise Grenzen aus oder zeigt unerwartetes Verhalten. Geduld und konsequentes Training sind hier besonders wichtig.

Kauen und Zerstören

Junghunde haben oft ein starkes Bedürfnis zu kauen, besonders wenn sie ihre Milchzähne verlieren und die bleibenden Zähne durchkommen. Sorge dafür, dass Dein Hund ausreichend geeignetes Kau-Spielzeug hat, um Schäden an Möbeln und anderen Gegenständen zu vermeiden.

Leinenführigkeit

Das Training an der Leine kann eine Herausforderung sein. Viele Junghunde ziehen an der Leine oder lassen sich leicht ablenken. Geduldiges Training und die Verwendung positiver Verstärkung können helfen, eine gute Leinenführigkeit zu entwickeln.

Tipps für ein harmonisches Zusammenleben

Klare Regeln aufstellen

Es ist wichtig, von Anfang an klare Regeln und Grenzen zu setzen. Dein Hund sollte wissen, was erlaubt ist und was nicht. Konsistenz in der Erziehung hilft, Missverständnisse zu vermeiden und ein harmonisches Zusammenleben zu fördern.

Zeit für Entspannung

Neben Spiel und Training ist auch Zeit für Entspannung wichtig. Ein gemütlicher Rückzugsort, an dem Dein Hund sich ausruhen kann, trägt zu seinem Wohlbefinden bei. Ruhephasen sind wichtig, damit Dein Hund seine Erlebnisse verarbeiten kann.

Bindung stärken

Die Bindung zwischen Dir und Deinem Hund ist die Grundlage für eine erfolgreiche Erziehung. Verbringe viel Zeit mit Deinem Hund, spiele und trainiere gemeinsam, und zeige ihm, dass er ein wichtiger Teil Deiner Familie ist.

Fazit

Die Junghund-Phase ist eine aufregende und prägende Zeit im Leben Deines Hundes. Mit Geduld, Konsequenz und viel Liebe kannst Du Deinen Junghund zu einem gut erzogenen und sozialisierten erwachsenen Hund heranwachsen lassen. Achte auf ausreichend Bewegung, geistige Stimulation und eine gesunde Ernährung, um das Beste aus dieser wichtigen Entwicklungsphase herauszuholen. So legst Du den Grundstein für ein glückliches und harmonisches Zusammenleben mit Deinem vierbeinigen Freund.

So funktionieren Korrektursignale und Abbruchsignale beim Hund

So funktionieren Korrektursignale und Abbruchsignale beim Hund

Wir unterscheiden ganz klar zwischen einem Korrektur- und einem Abbruchsignal.

Bei dem Korrektursignal arbeiten wir mit Frust, bei dem Abbruchsignal ist es das Meideverhalten. Es ist sehr wichtig, dass ein Hund ein Abbruch- aber auch ein Korrektursignal kennt. Man kann immer sehr gut beobachten, dass Hunde, die keine eindeutigen Grenzen kennen und nie gelernt haben, mit Frust umzugehen, unruhig und gestresst sind. In vielen Situationen kommt es deshalb auch dazu, dass sie sich unangemessen verhalten. 

Ein Hund,  der früh gelernt hat, dass man nicht alles bekommt, aber auch Alternativen bekommen hat, der wird sich in der Menschenwelt viel besser zurechtfinden.

Was das Korrektursignal und das Abbruchsignal genau sind und wie du es mit deinem Hund trainierst, erfährst du in diesem Blogartikel. 

Allgemeines zu Korrektursignal und Abbruchsignal

Wir wollen dem Hund auf keinen Fall Angst einjagen, wir sind auch nicht „böse“ auf ihn. Das entsprechende Signal muss immer in der Intensität an den Hund angepasst werden. Wir wollen, dass der Hund „innehält“ „ablässt“ mit oder von dem, was er macht.

Bei dem Abbruchsignal z.B. ist es deshalb sehr wichtig, dass der Hund bereits eine Handlung zeigt, also beispielsweise bereits auf das Futter zugeht. Wenn man schon, bevor der Hund sich in Bewegung setzt, sein Abbruchsignal sagt, dann ist es eigentlich kein Abbruch. Denn der Hund bricht ja kein Verhalten ab. Es ist sogar eher ungünstig, denn du sagst das Abbruchsignal zu einem Hund, der sich richtig verhält.

Jetzt schauen wir uns die beiden Signalarten mal genauer an.

Das Korrektursignal

Das Korrektursignal wird im Hundetraining verwendet, damit der Hund sein Verhalten verbessern kann. Der Hund soll nämlich selbstständig ein anderes Verhalten anbieten (können), um zum Erfolg (Verstärker) zu kommen. Der Hund weiß dann irgendwann, dass er mit einem anderen Verhalten zu einem Verstärker kommen kann. 

Wenn der Hund also ein anderes, ein besseres Verhalten zeigt, kann er auch wieder eine Belohnung erarbeiten. Hier wird ihm also weder Ärger angedroht, noch eine Alternative vorgegeben. Er soll sich quasi selber korrigieren, weswegen man dieses Signal oft auch „Korrektursignal“ nennt.

Das Korrektursignal wird mit dem Gefühl “Frust” verknüpft und der Hund lernt, dass wenn er dieses Verhalten zeigt, es nicht zum Erfolg führt und er es anderes oder besser machen muss. 

 

Aufbau des Korrektursignals

Hund mit Clicker, der auf seinen Pfoten liegt

Hier möchten wir dir zeigen, wie du das Korrektursignal selbst trainieren kannst. Es ist wichtig, dass du dir für das Training ausreichend Zeit nimmst. 

Schritt 1 für das Training des Korrektursignals - Futter präsentieren

Du sitzt auf einem Stuhl oder bei einem kleinen Hund auf dem Boden. Der Hund bekommt abwechselnd aus beiden Händen Futter präsentiert. Dein Hund darf dieses Futter auf ein Signal hin, z.B. “NIMM” nehmen. 

Es ist wichtig, dass du das Futter aus der ausgestreckten Hand sehr souverän gibst. Das jeweilige Signal, z.B. “Nimm”, sagst du 0,5 Sekunden, bevor dein Hund das Futter aufnimmt. Das sorgt für eine gute Verknüpfung zwischen dem Signal und dem sicheren Aufnehmen des Futters. 

Das wiederholst du zwischen 6 und 10 mal. Dein Hund muss sicher sein, dass er etwas bekommt, wenn die Hand auf ihn zukommt. 

Schritt 2 für das Training des Korrektursignals - Futter ablehnen

Nach den Wiederholungen legst du nun wieder ein Futterstück auf deine ausgestreckte Handfläche. Auch hier wird die Hand dem Hund souverän entgegengestreckt. Wenn dein Hund nun kommt, um das Futterstück entgegenzunehmen, sagst du “Nönö” oder “Ähäh” und dann wird sofort die Hand geschlossen. 

Dein Hund darf nicht an das Futter gelangen! Zieh die Hand nicht weg!

Nun wird dein Hund versuchen, irgendwie an das Futter zu kommen. Du lässt ihn also ausprobieren, wie das gehen könnte. Er wird evtl. lecken, kratzen, bellen usw. Diese Verhaltensweisen werden ihm aber keinen Erfolg bringen

Der Knackpunkt ist, dass du jetzt ganz geduldig bist und ruhig (und wortlos) abwartest. Dein Hund wird anfangen, darüber nachzudenken, wie er an das Futterstückchen kommen kann. Zuerst wird jedes Alternativverhalten belohnt. Die meisten Hunde starren dann für eine Zeit regungslos auf den Boden oder auf die Faust. 

Viele Hunde zeigen das Verhalten nur sehr kurz - wir reden von 0,25 bis 0,5 Sekunden. Dann musst du sofort reagieren und den Hund belohnen!

Schritt 3 für das Training des Korrektursignals - Verhalten einfordern

Wenn dein Hund das “Ablassen” zuverlässiger zeigt, kannst du ein bestimmtes Verhalten “einfordern”. Du wartest nun darauf, dass dein Hund ein ganz bestimmtes Verhalten zeigt - evtl. einen Blickkontakt. 

Dieser Blickkontakt ist ebenfalls nur ein weiterer Versuch deines Hundes. Auch hier bitte daran denken, dass dieses Verhalten als eine von zahlreichen Möglichkeiten nur sehr kurz gezeigt wird und du fix aus der anderen Hand die Belohnung gibst. 

Hast du den Zeitpunkt verpasst, wartest du auf eine Wiederholung!

Es gibt vereinzelt Hunde, die sich sehr schwer damit tun, dem Menschen gleich ins Gesicht zu schauen. Diesen Hund darfst du zunächst schon belohnen, wenn sein Blick in die Nähe deines Gesichtes, also z.B. in den Hals- oder Brustbereich, wandert. Nach und nach wird auch bei diesen Hunden die Faust erst dann geöffnet, wenn der Blickkontakt funktioniert.

 

Schritt 4 für das Training des Korrektursignals - Dranbleiben

Deine Aufgabe ist es nun, jeden Tag das Anschauen etwas zu verlängern. Wir reden hier ebenfalls nur von Sekunden! Verlange bitte nicht zu viel und gehe kleine Schritte, dann wird es gut gelingen! 

Die Verlängerung erreichst du, indem du nicht sofort nach dem ersten Blick belohnst, sondern erst nach einer bestimmten Zeit. Hat dein Hund es nun geschafft und du hast ordentlich belohnt, fängst du wieder von vorne an. 

 

So wird es nach und nach mit dem Korrekturverhalten immer besser klappen. 

Das Abbruchsignal

Das Abbruchsignal im Hundetraining wird verwendet, um einen Hund darauf aufmerksam zu machen, dass eine bestimmte Aktivität oder ein bestimmter Befehl beendet werden soll. Es kann in Form eines Wortes, einer Handbewegung oder eines Tonsignals gegeben werden. 

Es ist wichtig, dass das Abbruchsignal immer gleich bleibt und konsistent verwendet wird, damit der Hund es schnell lernt und versteht. Es ist auch wichtig, dass das Abbruchsignal nur verwendet wird, wenn der Hund tatsächlich etwas falsch macht, um Verwirrung zu vermeiden.

Und jetzt schauen wir uns mal Schritt für Schritt an, wofür man das Abbruchsignal braucht und wie man es trainieren kann.

Wofür braucht man das Abbruchsignal beim Hund?

Das Abbruchsignal kommt in Zukunft immer dann zum Tragen, wenn dein Hund eine unerwünschte Handlung zeigt oder wenn er von dir gegebenen Signalen nicht folgt. Dein Hund lernt sich zurückzunehmen und somit schafft er es, immer besser Frustration zu ertragen. 

Mit dem Training des Korrektursignals kann man den Anfang machen. Ein Hund, der nicht gelernt hat, etwas nicht zu bekommen, kann durch diese Frustration in ein Stressverhalten rutschen.

Nun soll der Hund ein unerwünschtes Verhalten sein lassen. Bei dem Abbruchsignal zeigt er Meideverhalten bzw. eine Hemmung. Wenn der Hund nicht weiß, was er stattdessen tun kann, wird ihm ein neues Signal gegeben. Das ist der Unterschied zum Korrektursignal, da besteht die Reaktion in Frust. 

Der Hund lernt auf ein z.B. „Nein“ sein Verhalten abzubrechen, weil er sonst „Ärger“ mit seinem Halter bekommt. Wir wollen im Gegensatz zum Korrektursignal mit unserer Energie arbeiten. Das bedeutet, dass der Hund durch ein „schlecht gelauntes“, „energetisches“ NEIN von seiner Handlung abgebrochen wird.

Er soll die Handlung seines „Tuns“ - nämlich den Keks nehmen zu wollen-, ablassen.

So trainierst du das Abbruchsignal in zwei Schritten

Das Abbruchsignal kannst du wie auch das Korrektursignal mit deinem Hund, am besten schon im Welpenalter, trainieren. Wie es geht, erkläre ich dir im folgenden:

Schritt 1 für das Training des Abbruchsignals - Aufnahme verhindern

Du legst das Futter auf den Boden und dein Hund darf das Futter mit z.B. „NIMM“ aufnehmen. Nun legst du ein Futterstück auf den Boden und verhinderst die Aufnahme mit einem z.B. „NEIN“. Wenn dein Hund zum Futter gehen möchte, legst du die Hand oder den Fuß darauf, um die Aufnahme zu verhindern. Bitte nicht mit dem „NEIN“ beginnen!

Schritt 2 für das Training des Abbruchsignals - Übung Innehalten

Der zweite Schritt, der in diesem Training zu bewerkstelligen ist, dass wir das Futterstückchen auf den Boden werfen. Du wirfst einige Futterstückchen mit dem Wort „NIMM“ in den Raum. Dann kommt das „NEIN“ und dein Hund sollte innehalten und dich anschauen. Entweder du gibst das Stückchen dann frei, oder er bekommt aus der anderen Hand einen Keks. Wirf das Futter aber nicht zu weit, sodass du im Notfall noch die Hand auflegen könntest.

Grundsätze zum Training des Abbruchsignals

Gib deinem Hund mit dem Wort „NIMM“ überaus freundlich das Futter, es sollte eine sehr positive Stimmung herrschen. 

Beim Abbruch, also dem Wort „NEIN“ wechselst du deine Stimmung sehr schnell in eine schlechte Laune. So sollte das „NEIN“ auch gesprochen werden. 

Du als Halter musst lernen, deine Stimmungen schnell den Situationen anzupassen. Dein Hund soll verstehen, dass er einen Fehler gemacht hat oder was er gerade macht, lassen soll. 

Da wir ihm aber eine Möglichkeit lassen, die Wogen wieder zu glätten, gehen wir aus lerntheoretischer Sicht einen wirklich guten Deal ein. Er wird in Zukunft sensibler auf deine Meinung eingehen und überlässt dir die Richtung. Das Training sollte täglich 2-3 Mal stattfinden, mit einem zeitlichen Umfang von max. 3-4 Minuten pro Trainingseinheit.


Fazit

Leckerlis und Zubehör für ein Clickertraining

Sowohl das Korrektursignal als auch das Abbruchsignal sind wichtige Elemente der Hundeerziehung und sollten mit viel Geduld und Freude trainiert werden. 

Die Geduld mit dem Hund bedeutet auch immer eine Weiterentwicklung des Menschen. Reagiert der Hund nicht so, wie du es dir erwünscht, musst du dein Verhalten anpassen und ggfls. noch einmal einen Schritt zurückmachen.

Wenn du noch mehr wertvolle Tipps rund um Beziehung und Erziehung haben möchtest und in 10 Wochen zu einem echten Hundeprofi werden willst, dann mach mit beim Onlinekurs “Hundeerziehung leicht gemacht”, der am 07.03.2023 startet.

Hier kannst du dich über den Onlinekurs informieren und direkt auf die Warteliste setzen: Hundeerziehung leicht gemacht

Falls du noch mehr Informationen rund um Beschäftigung und Erziehung deines Welpen oder deines Hundes haben möchtest, dann komm doch zu uns in den Trust the Dog Online-Club. Dort zeige ich dir Möglichkeiten, deinen Hund entspannt zu Hause zu trainieren und dabei optimal auszulasten. Außerdem gibt es jede Menge Austauschmöglichkeiten und Fragestunden. Wir freuen uns auf dich!

Clickertraining für Hunde – eine einfache Einführung (nicht nur) für Welpen

Clickertraining für Hunde – eine einfache Einführung (nicht nur) für Welpen

Wenn wir mit unserem Hund und insbesondere mit Welpen kommunizieren und ihm etwas beibringen möchten, dann braucht es eine Trainingsmethode, mit der wir erwünschtes Verhalten verstärken können. 

Hierfür eignet sich das Clickertraining für Hunde bzw. die Arbeit mit dem sogenannten Markersignal. Dieses eignet sich sehr gut dafür, mit deinem Welpen alltägliche Signale zu trainieren oder ihm sogar Tricks, wie z.B. das Maul zu öffnen, beizubringen. 

Was ist Clickertraining?

Clickertraining ist -einfach ausgedrückt- die Verknüpfung eines Geräusches, mit der gewollten Handlung deines Hundes. Beim Clickertraining wird das Geräusch des Clickers, “des sogenannten Knackfroschs”, mit der Aussicht auf eine Belohnung verknüpft. Dies muss in einem engen Zeitrahmen passieren. Am besten landet der Keks 0,5 Sekunden nach dem Geräusch im Maul des Hundes. 

So lernt der Hund, dass es ein Leckerli gibt, wenn er das Geräusch des Clickers hört. Und wir wollen dem Hund beibringen, dass dieses Geräusch wirklich super toll ist, weil er etwas davon hat. 

Warum ist Clickertraining sinnvoll?

Das Clickertraining erleichtert dir die Kommunikation mit deinem Hund. Viele haben die Sorge, dass sie den Clicker immer dabei haben müssen. Diese Sorge kann ich dir nehmen. Der Clicker wird als Verbindungsmittel zur besseren Kommunikation mit dem Hund genutzt. Aber du kannst natürlich auch weiterhin mit deinem Hund “ganz normal” kommunizieren. Der Clicker erleichtert dir die Bestätigung und somit das Lernen deines Hundes. Er wird vieles schneller und einfacher verstehen.

Der Hund lernt mit Hilfe des Clickertrainings, gewünschtes Verhalten zu wiederholen. So kannst du dem Hund die normalen Signale wie Fuß, Sitz, Platz usw. beibringen. 

Außerdem hat das Clickertraining noch folgende Vorteile: Der Hund wird die Übungen oder Signale lieber machen, als wenn du versuchst, dies mit Strenge zu erreichen. Außerdem ist der Clicker ein unzweifelhaftes, also genaueres, Signal für den Hund.

Wofür kann man den Clicker einsetzen?

Hund mit Clicker, der auf seinen Pfoten liegt
  • Für die Hundeerziehung
  • Bei Hundebegegnungen
  • Du kannst den Clicker im Hundesport benutzen (Dummytraining, Schutzdienst, Agility, Rallye Obedience etc.)
  • Schnüffelaufgaben (z.B.: etwas Anzeigen - Drogenspürhunde werden auch mit dem Clicker ausgebildet)
  • Für die Welpenerziehung (Rückruf, Abbruchsignal, Sitz, Platz etc.)
  • Du kannst den Hund besser beschäftigen, z.B. indem du weitere Tricks oder Handlungsketten antrainierst
  • Mit dem Clicker wird der Hund kognitiv ausgelastet
  • Der Clicker ist auch für ängstliche Hunde sinnvoll, weil du den Hund durch diese Situationen besser führen kannst - der Hund hat den Clicker ja als positives Signal kennengelernt.

Warum ist es sinnvoll, einen Clicker und Clickertraining für Hunde zu nutzen?

Stellt sich zunächst die Frage, warum es überhaupt sinnvoll ist, einen Clicker zu nutzen und Clickertraining durchzuführen. Es gibt ja auch die Möglichkeit, den Hund einfach verbal durch ein “fein” oder “super” oder Ähnliches zu bestätigen. Viele Hunde lernen auch gut und sehr viel dadurch, dass du sie verbal bestätigt. Doch Achtung - Fein, Super etc. - dies sind oft Lobworte und keine Markersignale. Der Clicker ist ein Markersignal und kündigt dem Hund immer eine Belohnung an.

Es ist aber wissenschaftlich bewiesen, dass wir Menschen das Timing besser einhalten können,wenn wir auf den Knopf - also den Clicker - drücken, als über das Sprachenzentrum eine verbale Bestätigung abzugeben. Der Ton des Clickers ist näher am Verhalten, als es ein verbaler Ausspruch von uns wäre. Wir können somit exakter bestätigen, genauer sein und somit versteht der Hund besser/schneller, welches Verhalten gewünscht ist.

Außerdem hört sich der Clicker immer gleich an. Der Clicker ist immer neutral - ganz im Gegenteil zu unserer Stimme, die von unseren Emotionen oder unserer aktuellen Situation eingefärbt ist. Bist du z.B. gerade erst aufgestanden, klingt deine Stimme ganz anders, als wenn du ärgerlich, freudig erregt oder genervt bist. Der Clicker hingegen gibt den immer gleichen Ton ab.

Deshalb ist der Clicker neutraler und besser verständlich für den Hund. Wir Menschen reden den ganzen Tag (mehr oder weniger) und der Hund kann schwerer verstehen, wann, welche Worte wichtig für ihn sind und wann nicht.

Funktioniert Clickertraining für Hunde auch mit Welpen?

Eine Frage, die ich immer wieder höre, ist die, ob das Clickertraining für Hunde auch mit Welpen funktioniert. Und da kann ich nur sagen: Ja natürlich - je früher du auch bei deinem Welpen mit dem Clickertraining startest, desto besser ist es. 

Es ist sogar eine schöne Möglichkeit, den Hund öfter für gutes und gewünschtes Verhalten zu belohnen. Ganz oft sind wir nämlich eher auf die Dinge fokussiert oder schenken Aufmerksamkeit, wenn etwas nicht gut läuft. Mit dem Clickertraining kannst du deinem Welpen die Aufmerksamkeit zur richtigen Zeit schenken - nämlich dann, wenn er gewünschtes Verhalten gezeigt hat. 

Und jetzt schauen wir uns mal Schritt für Schritt an, wie das Clickertraining funktioniert.

So funktioniert das Clickertraining für Hunde - einfach erklärt

Wichtig ist zunächst, dass du verstehst, wie das Clickertraining grundsätzlich funktioniert. 

Deshalb werden wir uns zunächst anschauen, was genau deine Aufgabe beim Clickertraining ist, bevor wir uns dann dem Welpen bzw. Hund zuwenden. 

Hintergrund zum Clickertraining

Zunächst einmal besorgst du dir eine Handvoll richtig guter Leckerlis. Je besser die Leckerlis sind, desto eher wird der Hund das als positiv empfinden und desto schneller wird er das mit dem Geräusch verbinden. 

Für den Hintergrund, was du beim Clickertraining beachten solltest, möchte ich ein bisschen ausholen:

Stell dir vor, dass du jedes Mal, wenn ich ein „Schnalzgeräusch“ mache, eine Millionen Euro steuerfrei auf deinem Konto eingeht.

Schnalz - eine Millionen Euro

Schnalz - noch eine Million Euro usw. 

Und du denkst dir in diesem Moment, wow, wie cool wäre das. Jedes Mal, wenn Claudia schnalzt, bekomme ich einfach so eine Millionen Euro auf mein Konto. Du spürst die freudige Erwartung und schon wieder schnalz eine Million mehr auf dem Konto.

Wenn ich hingegen schnalze und du bekommst einen Butterkeks, denkst du dir vielleicht, dass das ganz nett ist., aber es löst in dir sicher nicht die gleiche Begeisterung aus. Und selbst wenn du Butterkekse ganz doll magst - überlege mal, wie viele Butterkekse du dir kaufen könntest, wenn bei jedem Mal schnalz eine Millionen Euro auf deinem Konto landet 😉. 

Schritt 1: So übst du selber das Clickertraining ohne Hund

Du hast also Clicker und Leckerlis in den Händen. Die Leckerlis sind der primäre Verstärker, also das, was der Hund haben möchte. Der Clicker ist der sekundäre Verstärker und dieser kündigt, weil er zeitlich ein bisschen zuvor kommt, den primären Verstärker, also das Leckerli, an. 

Du kannst die Leckerlis gerne ein bisschen hinter dem Rücken verstecken, aber den Clicker darf der Hund sehen. 

Und dann nutzt du den Clicker klick und legst das Leckerli direkt auf den Tisch. Es muss ein direkter zeitlicher Zusammenhang zwischen Clicker und Leckerli bestehen. Es ist aber wichtig, dass der Clicker ganz kurz zuvor kommt, und zwar etwa 0,5 Sekunden früher.

Schritt 2: Nun kommt dein Welpe oder dein Hund dazu

Wenn du das ein paar Mal geübt hast, probierst du es mit deinem Welpen oder Hund aus. Und wieder den Clicker klick nutzen und direkt danach das Leckerli geben. Probier es einige Male aus, damit du auch diesen direkten Zusammenhang ohne größere zeitliche Verzögerung hinbekommen kannst.  

Wenn dein Hund ein bisschen geräuschempfindlich ist, kannst du den Clicker auch in die Jackentasche oder hinter den Rücken stecken, so dass das Geräusch nicht ganz so laut ist. Einfach mal ausprobieren, wie es deinem Hund mit dem Geräusch geht. 

Und jetzt immer wieder klick - Leckerli. Klick - Leckerli

Meine Tipps zum Clickertraining

Achtet darauf, dass ihr das Futter nicht sichtbar in der Hand hochrollt. Das ist eine sogenannte Überschattung und lenkt den Hund von der Verbindung klick - Leckerli ab. 

Noch mal ganz wichtig: Es kommt der Klick und das Futter wird unmittelbar danach gegeben. 

Diese Tricks habe ich nach und nach mit Nahla, meiner Hundedame, mit Hilfe des Clickertrainings einstudiert:

  • eine Tasche holen
  • drehen um die eigene Achse
  • Köpfchen ablegen (super Trick für Fotos)
  • Maulkorb antrainieren
  • Ringewerfen
  • Häschen mit Winken
  • TikTok (Hundefuß an Menschenfuß)

Fazit

Leckerlis und Zubehör für ein Clickertraining

Clickertraining ist eine ganz tolle Möglichkeit, eine schöne Kommunikation mit dem Hund aufzubauen und eine sinnvolle Art und Weise zu schaffen, um den Hund zu beschäftigen. Wichtig dafür ist aber zunächst, dass du als Mensch verstanden hast, wie das Clickertraining grundsätzlich funktioniert, die zeitlichen Zusammenhänge geübt hast und dies dann konsequent mit deinem Welpen bzw. älteren Hund umsetzt.

Eine tolle Möglichkeit, das Clickertraining selbst zu lernen, ist mein neuer Kurs „Hundeerziehung leicht gemacht“. Wir trainieren 10 Wochen gemeinsam. In dieser Zeit legen wir die Basis, mit welcher du das weitere Training mit Leichtigkeit absolvierst. Wir arbeiten an der Beziehung, der Bindung, der allgemeinen Hundeerziehung - und das alles mit einer Mütze voll Spaß.

Alle wichtigen Informationen findest du hier: Hundeerziehung leicht gemacht

Falls du noch mehr Informationen rund um Beschäftigung und Erziehung deines Welpen oder deines Hundes haben möchtest, dann komm doch zu uns in den Trust the Dog Online-Club. Dort zeige ich dir Möglichkeiten, deinen Hund entspannt zu Hause zu trainieren und dabei optimal auszulasten. Außerdem gibt es jede Menge Austauschmöglichkeiten und Fragestunden. Wir freuen uns auf dich!