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Kind und Hund: Gemeinsam durch dick und dünn!

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So schaffst du ein harmonisches Dream-Team

Herzlich willkommen, liebe Hundefreunde und Familien! Wir wissen alle, wie bereichernd ein Hund unser Leben machen kann. Er ist treuer Begleiter, treuer Freund und oft ein vollwertiges Familienmitglied. Und dann gibt es da noch unsere kleinen Menschen, unsere Kinder, die unser Leben auf eine ganz besondere Weise bereichern. Aber was passiert, wenn wir die Liebe zu beiden kombinieren? Wenn ein Kind in eine Familie mit Hund kommt – oder umgekehrt?

 

Die Antwort ist: Es kann wunderschön sein! Kinder, die mit Hunden aufwachsen, lernen Verantwortung, Empathie und wie man bedingungslose Liebe gibt. Hunde ihrerseits erfahren die Freude am Spielen, am Kuscheln und die Wärme einer Familie. Doch so idyllisch diese Vorstellung auch sein mag, die Realität birgt auch Herausforderungen. Zwischen putzigen Welpen und quirligen Kindern gibt es Stolpersteine, die es zu meistern gilt.

Die Vorbereitung ist alles: Der Schlüssel zum Erfolg!

Vorbereitung:

Der wohl wichtigste Tipp für ein harmonisches Zusammenleben von Kind und Hund lautet: Vorbereitung! Egal, ob du bereits einen Hund hast und ein Baby erwartest, oder ob du dir einen Hund anschaffen möchtest, während deine Kinder schon älter sind – die Art und Weise, wie du dich vorbereitest, entscheidet maßgeblich über den Erfolg.

Die richtige Zeit: 

Wenn du ein Baby erwartest und bereits einen Hund hast, solltest du dir frühzeitig Gedanken machen. Am besten beginnst du schon während der Schwangerschaft, um deinen Hund auf die Veränderungen vorzubereiten. Wenn du dir einen Hund anschaffen möchtest und Kinder hast, solltest du dir die Zeit nehmen, um dich gründlich zu informieren und einen Hund auszuwählen, der zu deiner Familie und deinem Lebensstil passt.

Die Persönlichkeit des Hundes: 

Nicht jeder Hund ist gleichermaßen für ein Leben mit Kindern geeignet. Achte bei der Auswahl auf das Wesen des Hundes. Ist er freundlich, geduldig und verspielt? Oder eher zurückhaltend und misstrauisch? Informiere dich über die Rasse, ihre typischen Eigenschaften und Bedürfnisse. Besuche im Tierheim, oder beim Züchter den Hund und beobachte ihn im Umgang mit Kindern, sofern dies möglich ist.

Die Grundausbildung: 

Ein gut erzogener Hund ist die halbe Miete! Bevor ein Kind in die Familie kommt, sollte dein Hund die Grundkommandos wie “Sitz”, “Platz”, “Bleib” und “Hier” beherrschen. Auch Leinenführigkeit ist wichtig, um Spaziergänge entspannt gestalten zu können. Eine solide Grundausbildung schafft eine gute Basis für das Zusammenleben mit Kindern.

 

Die Gewöhnung an Kinder:

Wenn du ein Baby erwartest, solltest du deinen Hund schon während der Schwangerschaft an Kindergeräusche, wie z.B. Babygeschrei, und -gerüche, wie z.B. Babyprodukte, gewöhnen. Spiele ihm Aufnahmen von Babys vor, lass ihn an Babykleidung schnuppern und übe den Umgang mit einem Kinderwagen oder einer Babyschale. Achte auf die Reaktion deines Hundes und passe die Gewöhnung an sein Verhalten an.

Der sichere Hafen: 

Schaffe einen sicheren Rückzugsort für deinen Hund, an dem er sich entspannen und zur Ruhe kommen kann. Das kann eine Hundebox, ein Hundebett oder eine Ecke im Haus sein, an der er ungestört ist. Achte darauf, dass das Kind diesen Bereich respektiert und den Hund dort in Ruhe lässt.

Die Körpersprache verstehen: Der Schlüssel zur Kommunikation

Hunde kommunizieren hauptsächlich über ihre Körpersprache. Kinder können diese Sprache oft noch nicht richtig lesen.
Daher ist es wichtig, dass du als Elternteil die Körpersprache deines Hundes verstehst und deinem Kind erklärst, was er fühlt und was er mitteilen möchte.
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Der Alltag mit Kind und Hund: Regeln, Rituale und Ressourcen

Sobald das Kind da ist – oder der Hund neu in der Familie – beginnt der Alltag. Und der kann ganz schön turbulent sein! Um das Zusammenleben von Kind und Hund reibungslos zu gestalten, sind klare Regeln, Rituale und die richtige Organisation unerlässlich.

Klare Regeln

Regeln geben Sicherheit und Orientierung, sowohl für das Kind als auch für den Hund. Lege klare Regeln fest, wer was darf und was nicht. Zum Beispiel:

 

  • Das Kind darf den Hund nicht am Schwanz ziehen oder zwicken.
  • Der Hund darf das Kind nicht anspringen oder anknabbern.
  • Das Kind darf dem Hund nicht das Futter wegnehmen.
  • Der Hund darf nicht ins Kinderzimmer.
  • Das Kind darf den Hund nicht in seinem Rückzugsort stören.
  • Das Kind darf den Hund nicht unbeaufsichtigt füttern oder ihm Leckerlis geben.

Organisation ist das A+O

Ein Baby oder ein Kleinkind braucht viel Aufmerksamkeit. Plane deinen Alltag gut, um sowohl dem Kind als auch dem Hund gerecht zu werden. Vielleicht kannst du deinen Hund mit in den Wald nehmen, während du mit deinem Kind spazieren gehst? Oder du suchst dir Unterstützung von Familienmitgliedern oder Freunden, die dich bei der Betreuung des Hundes unterstützen.

Rituale:

Rituale geben Struktur und Sicherheit. Legt gemeinsame Rituale fest, z.B. einen täglichen Spaziergang, eine Spielzeit oder eine Kuschelstunde. So lernen Kind und Hund, dass sie zusammengehören und sich aufeinander verlassen können.

Zeit für den Hund

Nimm dir bewusst Zeit für deinen Hund, auch wenn der Alltag stressig ist. Spiele mit ihm, geh spazieren, übe Kommandos oder kuschel einfach mit ihm. Dein Hund braucht deine Aufmerksamkeit und Zuneigung, um sich in der Familie wohlzufühlen.

 

Zeit für dich:

Vergiss dich selbst nicht! Auch du brauchst Zeit für dich, um dich zu entspannen und neue Energie zu tanken. Wenn du gestresst bist, überträgt sich das auf deinen Hund und dein Kind. Nimm dir Zeit für dich, z.B. bei einem entspannten Bad, einem Spaziergang ohne Kind und Hund, oder einem guten Buch. 

Veränderungen im Verhalten:

Achte auf Veränderungen im Verhalten deines Hundes. Zeigt er Anzeichen von Stress, Angst oder Aggression? Ist er unruhig, bellt er übermäßig viel oder zieht er sich zurück? Wenn du solche Veränderungen bemerkst, solltest du dich an einen Tierarzt, einen Verhaltenstherapeuten oder eine Hundeschule wenden.

Die Körpersprache:

Hunde kommunizieren hauptsächlich über ihre Körpersprache. Kinder können diese Sprache oft noch nicht richtig lesen. Daher ist es wichtig, dass du als Elternteil die Körpersprache deines Hundes verstehst und deinem Kind erklärst, was er fühlt und was er mitteilen möchte.

Die Ohren:

Aufgestellte Ohren signalisieren Aufmerksamkeit und Interesse. Angelegte Ohren können Angst, Unsicherheit oder Aggression bedeuten.

 

Die Augen:

Ein direkter Blick kann eine Drohung sein. Weicht der Hund dem Blick aus, signalisiert er Unterwürfigkeit oder Unsicherheit.

 

Der Schwanz:

Ein wedelnder Schwanz bedeutet in der Regel Freude, kann aber auch Aufregung oder Nervosität signalisieren. Ein eingeklemmter Schwanz deutet auf Angst oder Unsicherheit hin.

 

Die Lefzen:

Ein entspanntes Maul signalisiert Wohlbefinden. Gezogene Lefzen, ein Knurren oder Zähnefletschen sind Warnsignale.

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Die Haltung:

Ein entspannter Hund steht locker da, mit leicht abgewinkelten Gliedmaßen. Ein Hund, der sich klein macht oder den Kopf einzieht, fühlt sich unsicher. Ein Hund, der sich steif macht oder den Rücken krümmt, ist angespannt oder droht.

Das Knurren:

Ein Knurren ist ein wichtiges Warnsignal. Der Hund zeigt damit, dass ihm etwas unangenehm ist. Nimm dieses Signal ernst und unterbinde das, was den Hund verärgert.

Die Signale des Kindes:

Auch Kinder senden Signale. Schreit ein Kind, ist es oft unglücklich. Zieht ein Kind sich zurück, hat es möglicherweise Angst.

 

Dein Kind schulen:

Erkläre deinem Kind die Körpersprache des Hundes und bring ihm bei, die Signale zu erkennen. Spiele mit deinem Kind Rollenspiele, bei denen es die Mimik und Gestik eines Hundes nachahmt. So lernt dein Kind, die Signale des Hundes zu deuten und angemessen zu reagieren.

 

Deinen Hund schulen:

Achte darauf, dass dein Hund sich in der Nähe des Kindes wohlfühlt. Belohne ihn, wenn er sich entspannt verhält. Wenn dein Hund Anzeichen von Stress oder Angst zeigt, entferne das Kind aus der Situation und beruhige deinen Hund.

 

Aufmerksamkeit für beide:

Sei immer aufmerksam und achte auf die Interaktion zwischen Kind und Hund. Wenn du merkst, dass die Situation zu angespannt wird, unterbrich das Spiel und lenke die beiden ab.

Die Sicherheit von Kind und Hund hat oberste Priorität!

Beißvorfälle sind zum Glück selten, aber wenn sie passieren, können sie schwerwiegende Folgen haben. Daher ist es wichtig, präventiv zu handeln und das richtige Verhalten zu zeigen.

Nie unbeaufsichtigt: Lasse Kind und Hund niemals unbeaufsichtigt, auch nicht für kurze Zeit.

Das Kind schützen: Beschütze dein Kind vor dem Hund. Achte darauf, dass der Hund das Kind nicht anspringt, anknabbert oder in die Quere kommt.

Den Hund schützen: Beschütze deinen Hund vor dem Kind. Achte darauf, dass das Kind den Hund nicht zwiebelt, am Schwanz zieht oder in seinen Rückzugsort stört.

Die Signale erkennen: Lerne die Warnsignale des Hundes zu erkennen und nimm sie ernst.

Unterbinde unerwünschtes Verhalten: Unterbinde sofort unerwünschtes Verhalten, wie z.B. das Anspringen des Kindes oder das Knurren des Hundes.

Keine Strafe: Bestrafe den Hund niemals, wenn er ein Warnsignal zeigt. Das führt nur dazu, dass er sein Verhalten unterdrückt und nicht mehr zeigt.

Rückzugsorte: Schaffe sichere Rückzugsorte für den Hund, an denen er sich entspannen und zur Ruhe kommen kann.

Grenzen setzen: Setze klare Grenzen für Kind und Hund.

Vorbild sein: Sei ein Vorbild für dein Kind im Umgang mit dem Hund.

Hilfe suchen: Wenn du dir unsicher bist oder Probleme hast, suche dir professionelle Hilfe bei einem Tierarzt, einem Verhaltenstherapeuten oder einer Hundeschule.

Tipps für entspannte Spaziergänge:

 

Gassi gehen ist ein wichtiger Bestandteil des Alltags mit Hund. Mit Kind kann das zu einer echten Herausforderung werden. Aber mit ein paar Tipps können auch Spaziergänge mit Kind und Hund entspannt und sicher ablaufen.

Die richtige Ausrüstung: Achte auf die richtige Ausrüstung. Du brauchst eine gut sitzende Leine für den Hund, einen Kinderwagen oder eine Tragehilfe für das Kind.

Die richtige Route: Wähle eine Route, die für Kind und Hund geeignet ist. Vermeide stark befahrene Straßen, unebenes Gelände oder überfüllte Parks.

Die richtige Zeit: Wähle die richtige Zeit für den Spaziergang. Am besten gehst du morgens oder abends, wenn es nicht zu heiß ist und weniger los ist.

Aufmerksamkeit für beide: Achte auf beide: Kind und Hund.

Kinder in Tragehilfe: Wenn dein Kind noch klein ist, nutze eine Tragehilfe. So hast du die Hände frei und kannst dich besser auf den Hund konzentrieren.

Kinderwagen: Wenn dein Kind schon etwas größer ist, kannst du einen Kinderwagen nutzen. Achte aber darauf, dass der Hund nicht am Kinderwagen zieht oder ihn umrennt.

Der Hund an der Leine: Führe den Hund an der Leine und achte darauf, dass er neben dir läuft.

Kleine Pausen: Lege kleine Pausen ein, damit sich Kind und Hund ausruhen können.

Positive Verstärkung: Belohne deinen Hund, wenn er sich gut benimmt.

Ablenkung vermeiden: Vermeide Ablenkungen, wie z.B. andere Hunde oder spielende Kinder.

Alleine spazieren gehen? Grundsätzlich ist es ratsam, Kinder erst ab einem gewissen Alter mit dem Hund alleine spazieren gehen zu lassen.

Gemeinsames Spielen und Beschäftigung stärken die Bindung zwischen Kind und Hundund machen allen Spaß. 

 

Gemeinsame Spiele: Spiele, die Kind und Hund gemeinsam spielen können, sind eine tolle Möglichkeit, die Bindung zu stärken.

Apportieren: Apportieren ist ein Klassiker, der sowohl Kindern als auch Hunden Spaß macht.

Suchspiele: Verstecke Leckerlis oder Spielzeuge und lass Kind und Hund danach suchen.

Tricksen: Bring deinem Hund ein paar einfache Tricks bei, z.B. “Sitz”, “Platz”, “Pfote” oder “Rolle”.

Kuscheln: Kuscheln ist eine wunderbare Möglichkeit, die Bindung zu stärken. Achte darauf, dass Kind und Hund sich dabei wohlfühlen.

Gemeinsame Spaziergänge: Spaziergänge sind eine tolle Möglichkeit, die Bindung zu stärken und etwas gemeinsam zu erleben.

Wenn es doch mal knifflig wird: Hilfe annhemen!

Manchmal läuft nicht alles nach Plan. Es kann zu Konflikten zwischen Kind und Hund kommen, oder du bist einfach überfordert. Scheue dich nicht, Hilfe anzunehmen!

 

Tierarzt: Der Tierarzt ist der erste Ansprechpartner bei gesundheitlichen Problemen oder Verhaltensauffälligkeiten.

Verhaltenstherapeut: Ein Verhaltenstherapeut kann dir helfen, Verhaltensprobleme bei deinem Hund zu analysieren und zu behandeln. 

Hundeschule: In einer Hundeschule kannst du die Grundausbildung deines Hundes verbessern und dich mit anderen Hundehaltern austauschen. 

Familienberatung: Wenn die Konflikte zwischen Kind und Hund unlösbar erscheinen, kann eine Familienberatung helfen, die Situation zu entschärfen.

Zusätzliche Tipps für den Alltag:

Den Hund auspowern: Ausreichende Bewegung und geistige Auslastung sind wichtig, damit der Hund ausgeglichen ist und sich weniger auf das Kind konzentriert.

Futter: Füttere den Hund zu festen Zeiten und an einem Ort, wo er nicht vom Kind gestört werden kann.

Gesundheit: Achte auf die Gesundheit deines Hundes. Regelmäßige Besuche beim Tierarzt und eine ausgewogene Ernährung sind wichtig.

Beobachten: Beobachte die Interaktion von Kind und Hund ständig und greife ein, wenn es nötig ist.

Flexibilität: Sei flexibel und passe dich den Veränderungen im Leben deines Kindes und deines Hundes an.

Fazit: Ein Leben mit Kind und Hund – eine Bereicherung für alle

 

 

Ein Leben mit Kind und Hund ist eine Herausforderung, aber auch eine unschätzbare Bereicherung. Mit der richtigen Vorbereitung, klaren Regeln, viel Liebe und Geduld kannst du ein harmonisches Dream-Team schaffen, das dich und deine Familie ein Leben lang begleitet. Lass dich nicht entmutigen, wenn es mal holprig wird. Mit etwas Übung und den richtigen Tipps kann das Zusammenleben von Kind und Hund zu einer wunderbaren Erfahrung werden.
Wir hoffen, dass dir dieser Blogartikel dabei geholfen hat, die wichtigsten Aspekte von Kind und Hund zu verstehen und dir wertvolle Tipps für ein harmonisches Zusammenleben gegeben hat. Denke daran: Jeder Hund und jedes Kind ist anders. Passe die Ratschläge an die individuellen Bedürfnisse deiner Familie an.

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