➡️ Folge 119 –
Ein Welpe zieht ein!
Hallo, liebe zukünftige oder frischgebackene Welpeneltern! Bist du bereit für das größte Abenteuer deines Lebens? Ein kleiner, tapsiger Vierbeiner, der dein Herz im Sturm erobern wird, zieht bei dir ein. Die Freude ist riesig, aber lass dich nicht täuschen: Die erste Zeit mit einem Welpen ist auch eine Zeit voller Herausforderungen. Aber keine Sorge, du bist nicht allein!
Wir sind Claudia, die Hundetrainerin, und Bienie, die Hundehalterin aus dem Trust the dog Podcast, und gemeinsam wollen wir dir in diesem Artikel unter die Arme greifen. Wir sprechen offen und ehrlich über die Herausforderungen, die auf dich zukommen können, wenn du dir zum ersten Mal einen Hund ins Haus holst – ganz besonders einen kleinen, süßen Welpen. Und natürlich geben wir dir jede Menge praxiserprobte Tipps, damit du die Welpenzeit entspannt genießen kannst.
Inhaltsverzeichnis
- Die Vorfreude und die Realität: Was erwartet dich wirklich?
- Die Grundausstattung: Was dein Welpe wirklich braucht
- Stubenreinheit: So klappt’s garantiert!
- Der Welpenknast: Freund oder Feind?
- Beißhemmung: So bringst du deinem Welpen bei, sanft zu sein
- Alleine bleiben: Schritt für Schritt zur entspannten Trennung
- Leinenführigkeit: Entspannt unterwegs mit deinem Welpen
- Die Sache mit dem Klicker: Dein Schlüssel zur positiven Verstärkung
- Sozialisierung: Die Welt entdecken mit deinem Welpen
- Die wichtigsten Kommandos: So hörst dein Welpe auf dich
- Herausforderungen meistern: Was tun, wenn’s mal nicht so läuft?
- Der Welpe zieht ein: Checkliste für die ersten Tage
- Wichtige Infoquellen und wo du Hilfe findest

Die Vorfreude und die Realität: Was erwartet dich wirklich?
Du hast dich entschieden, einen Welpen bei dir aufzunehmen. Herzlichen Glückwunsch! Du stellst dir schon die kuscheligen Abende auf dem Sofa vor, die lustigen Spiele im Park und die treuen Blicke deines neuen besten Freundes. Aber lass uns ehrlich sein: Die Realität sieht oft etwas anders aus.
Viele Ersthundebesitzer stehen vor einem Haufen Verantwortung, die einem manchmal über den Kopf wachsen können. Es ist häufig anstrengender – als man sich das vorgestellt hat. Es gibt Hürden zu überwinden, die man nicht bedacht hatte.
Welche Herausforderungen können auftreten?
Schlaflose Nächte:
Dein Welpe muss alle paar Stunden raus, auch nachts. Stell dich auf einige unruhige Nächte ein, bis sich sein Rhythmus eingespielt hat.
Kleine Unfälle:
Dein Welpe ist noch nicht stubenrein. Kleine Pfützen und Häufchen in der Wohnung sind ganz normal. Wichtig ist, dass du geduldig bleibst und deinen Welpen positiv verstärkst, wenn er draußen sein Geschäft erledigt.
Angeknabberte Möbel:
Welpen erkunden ihre Welt mit dem Maul. Schuhe, Möbel, Teppiche – nichts ist vor ihren spitzen Zähnchen sicher. Sorge für ausreichend Kauartikel und welpensichere deine Wohnung.
Angeknabberte Möbel:
Welpen erkunden ihre Welt mit dem Maul. Schuhe, Möbel, Teppiche – nichts ist vor ihren spitzen Zähnchen sicher. Sorge für ausreichend Kauartikel und welpensichere deine Wohnung.
Grenzen austesten:
Dein Welpe ist kein kleiner Engel. Er wird seine Grenzen austesten und versuchen, seinen Willen durchzusetzen. Sei liebevoll, aber konsequent in deiner Erziehung.
Überforderung:
Gerade am Anfang kann die Welpenzeit sehr anstrengend sein. Du bist ständig gefordert, musst aufpassen, erziehen und gleichzeitig noch deinen Alltag bewältigen. Nimm dir nicht zu viel vor und scheue dich nicht, Hilfe anzunehmen.
Du möchtest gerne von Anfang an alles richtig machen?
Dann kann ich dir meinen Online Welpenkurs empfehlen. Hier lernst du, was dein Welpe wirklich braucht.
- Welche Signale solltest du deinem Welpen beibringen?
- Was sind die wichtigesten Dinge, die ein Welpe lernen muss?

Wie wir mit einem Augenzwinkern ins Thema stolpern
Claudi, Hundehalterin von Nala, Kasper und Teufelchen ist, kennt die Tücken des Alltags nur zu gut: “Gerade wenn es draußen nass und ungemütlich ist, verwandelt sich meine Nala in eine wahre Schmutzwühlmaus! Sie liebt es, sich im Dreck zu wälzen. Und was dann folgt, ist das unvermeidliche: Drei matschige ‘Ekelhunde’, wie ich sie liebevoll nenne, schleppen die ganze Pracht ins Haus. Da kann man schon mal verzweifeln!”
Aber Claudi fügt direkt hinzu: “Trotzdem liebe ich meine Fellnasen über alles. Man muss einfach mit Humor an die Sache rangehen.”
Und gerade jetzt, wo Nala schon eine Oma ist, wünsche ich mir die Welpenzeit wieder herbei. Sie ist jetzt schon so alt, dass sie manche Dinge einfach nicht mehr machen kann.
Wichtig: Lass dich von solchen kleinen Katastrophen im Hundealltag bloß nicht entmutigen! Die Welpenzeit, und auch die Zeit danach, ist eine intensive, aber eben auch eine unglaublich bereichernde und wunderschöne Zeit. Mit der richtigen Vorbereitung, einer entspannten Einstellung und einer großen Portion Humor kannst du diese Zeit voll und ganz genießen und eine tiefe, unzertrennliche Bindung zu deinem neuen Familienmitglied aufbauen. Denk daran: Jeder Hund ist anders und bringt seine ganz eigenen kleinen Macken mit sich – das macht sie ja auch so liebenswert!
“Nach einer kleinen Aufwärmrunde, bei der wir wie immer vom Hundertsten ins Tausendste kamen, sind wir endlich bei unserem Kernthema: Die Herausforderungen des ersten Hundes! Wir plaudern aus dem Nähkästchen und verraten euch, welche Stolpersteine auf euch warten könnten – und wie ihr sie elegant umgehen könnt.”
Die Grundausstattung: Was dein Welpe wirklich braucht
Bevor dein Welpe einzieht, solltest du dich um die Grundausstattung kümmern. Hier ist eine Liste der wichtigsten Dinge, die dein Welpe braucht:
Hundebett oder -körbchen:
Ein gemütlicher Rückzugsort, an dem sich dein Welpe sicher und geborgen fühlt.
Futter- und Wassernapf:
Am besten aus Edelstahl oder Keramik, da diese hygienischer sind als Plastiknäpfe.
Hochwertiges Welpenfutter:
Achte auf eine ausgewogene Zusammensetzung und eine hohe Qualität. Sprich am besten mit deinem Tierarzt oder einem Ernährungsberater für Hunde.
Leine und Halsband oder Geschirr:
Für die ersten Spaziergänge und das Training der Leinenführigkeit.
Erste-Hilfe-Set:
Für kleine Verletzungen und Notfälle.
Welpenknast:
Ein Laufgitter, das deinem Welpen einen sicheren Bereich bietet, wenn du ihn nicht beaufsichtigen kannst.
Kotbeutel:
Für die Hinterlassenschaften deines Welpen.
Spielzeug:
Verschiedene Spielzeuge, wie z.B. Bälle, Zerrspiele, Kuscheltiere und Intelligenzspielzeuge, sorgen für Abwechslung und fördern die geistige Entwicklung deines Welpen.
Kauartikel:
Um das Kaubedürfnis deines Welpen zu befriedigen und deine Möbel zu schützen.
Bürste oder Kamm:
Für die Fellpflege.
Transportbox:
Für den sicheren Transport deines Welpen im Auto oder in öffentlichen Verkehrsmitteln.
Stubenreinheit: So klappt’s garantiert!
Die Stubenreinheit ist eine der größten Herausforderungen in der Welpenzeit. Aber keine Sorge, mit Geduld und Konsequenz klappt es bestimmt!

Claudi empfiehlt: “Nach dem Schlafen sofort raus und nicht noch hier, ich muss mir die Puschen anziehen und noch eine Jacke holen. Nee, ist nicht. Stell dir alles bereit. Wenn der Welpe aufwacht, dann nimmst du ihn und bringst ihn raus. Fertig.”
- Regelmäßige Gassigänge: Bringe deinen Welpen alle zwei bis drei Stunden nach draußen, besonders nach dem Aufwachen, nach dem Fressen und nach dem Spielen.
- Fester Platz: Wähle einen festen Platz für dein Welpe Geschäft und lobe ihn, wenn er sich dort löst. Du kannst auch ein Kommando wie “Pipi” oder “Mach fein” verwenden.
- Belohnung: Belohne deinen Welpen sofort, wenn er draußen sein Geschäft erledigt hat.
- Unfälle vermeiden: Beobachte deinen Welpen genau und achte auf Anzeichen, dass er sich lösen muss (z.B. Unruhe, Schnüffeln am Boden, Drehen im Kreis). Bringe ihn sofort nach draußen.
- Reinigung: Reinige Unfälle in der Wohnung gründlich mit einem speziellen Enzymreiniger, um den Geruch zu neutralisieren und zu verhindern, dass dein Welpe die Stelle wieder aufsucht.
- Geduld: Hab Geduld mit deinem Welpen. Es kann einige Wochen oder sogar Monate dauern, bis er stubenrein ist. Schimpfe nicht mit ihm, wenn er einen Unfall hat.
Der Welpenknast: Freund oder Feind?
Der Welpenknast, auch Laufgitter genannt, ist ein umzäunter Bereich, in dem sich dein Welpe sicher aufhalten kann, wenn du ihn nicht beaufsichtigen kannst. Viele Welpeneltern sind unsicher, ob sie ihrem Welpen einen Welpenknast zumuten sollen.
Der Welpenauslauf: Freund oder Feind?
Der Welpenknast, auch Welpenlaufgitter genannt, ist ein umzäunter Bereich, in dem sich dein Welpe sicher aufhalten kann, wenn du ihn nicht beaufsichtigen kannst. Viele Welpeneltern sind unsicher, ob sie ihrem Welpen einen Welpenknast zumuten sollen.

Vorteile
Sicherheit:
Das Welpengitter schützt deinen Welpen vor Gefahren in der Wohnung, wie z.B. Stromkabeln, giftigen Pflanzen oder herumliegenden Gegenständen.
Stubenreinheit:
Der Welpenstall kann helfen, die Stubenreinheit zu fördern, da Welpen ihren Schlafplatz in der Regel nicht beschmutzen.
Ruhe:
Der Welpenknast bietet deinem Welpen einen sicheren Rückzugsort, an dem er zur Ruhe kommen kann.
Kontrolle:
Das Welpengitter ermöglicht es dir, deinen Welpen im Auge zu behalten, auch wenn du gerade beschäftigt bist.
Nachteile
Einschränkung:
Dein Welpe ist in seinem Bewegungsradius eingeschränkt.
Protest:
Einige Welpen protestieren, wenn sie in den Welpenknast gesperrt werden.

So machst du den Welpenlaufstall zum Freund:
- Positive Verknüpfung: Führe deinen Welpen langsam an den Welpenknast heran und verbinde ihn mit positiven Erfahrungen, wie z.B. Leckerlis, Spielzeug oder Streicheleinheiten.
- Gemütlicher Rückzugsort: Richte den Welpenlaufstall gemütlich ein, z.B. mit einem Hundebett, einer Decke und Spielzeug.
- Kurze Aufenthalte: Beginne mit kurzen Aufenthalten im Welpenauslauf und steigere die Dauer langsam.
- Keine Bestrafung: Verwende den Welpenknast niemals als Strafe.
Bienie berichtet: “Mich hat das unglaublich gestresst, dass Pitti, wenn ich mich hingelegt habe oder was in Ruhe gemacht habe, er die ganze Zeit mir hinterhergelaufen ist und gar nicht zur Ruhe kam. Dafür war für mich dann der Welpengarten oder Welpenknast da noch hilfreicher.”
Beißhemmung: So bringst du deinem Welpen bei, sanft zu sein
Welpen erkunden ihre Welt mit dem Maul, und dazu gehört auch das Beißen. Es ist wichtig, deinem Welpen frühzeitig beizubringen, seine Beißkraft zu kontrollieren.
- Aua-Regel: Wenn dein Welpe zu fest zubeißt, sage laut “Aua” oder “Nein” und beende das Spiel sofort.
- Ignorieren: Wenn dein Welpe dich weiterhin beißt, ignoriere ihn für einige Zeit.
- Alternativen anbieten: Biete deinem Welpen Kauartikel oder Spielzeug an, auf denen er herumkauen kann.
- Positive Verstärkung: Lobe deinen Welpen, wenn er sanft spielt.
- Spielpartner: Lass deinen Welpen mit anderen Welpen spielen, damit er lernt, seine Beißkraft zu kontrollieren.
Alleine bleiben: Schritt für Schritt zur entspannten Trennung
Es ist wichtig, dass dein Welpe lernt, alleine zu bleiben, ohne in Panik zu geraten. Beginne frühzeitig mit dem Training und steigere die Dauer der Trennung langsam.
- Kurze Abwesenheiten: Verlasse den Raum für kurze Zeit und komme dann wieder zurück. Steigere die Dauer der Abwesenheit langsam.
- Beschäftigung: Gib deinem Welpen ein Kauartikel oder ein Spielzeug, mit dem er sich beschäftigen kann, während du weg bist.
- Rituale: Führe feste Rituale ein, bevor du gehst, z.B. “Ich gehe jetzt einkaufen, bin aber bald wieder da”.
- Keine Aufregung: Verabschiede dich nicht überschwänglich von deinem Welpen, bevor du gehst, und begrüße ihn nicht stürmisch, wenn du zurückkommst.
- Professionelle Hilfe: Wenn dein Welpe unter Trennungsangst leidet, suche dir professionelle Hilfe bei einem Hundetrainer oder Tierarzt.
Leinenführigkeit: Entspannt unterwegs mit deinem Welpen
Die Leinenführigkeit ist eine wichtige Grundlage für entspannte Spaziergänge mit deinem Welpen.
Positive Verstärkung: Belohne deinen Welpen, wenn er entspannt an der Leine geht.
Richtungswechsel: Wechsle die Richtung, wenn dein Welpe an der Leine zieht.
Stehen bleiben: Bleibe stehen, wenn dein Welpe an der Leine zieht. Warte, bis er die Leine entspannt, und gehe dann weiter.
Schleppleine: Verwende eine Schleppleine, um deinem Welpen mehr Freiraum zu geben und gleichzeitig die Kontrolle zu behalten.
Kurze Spaziergänge: Beginne mit kurzen Spaziergängen und steigere die Dauer langsam.
Die Sache mit dem Klicker: Dein Schlüssel zur positiven Verstärkung
Der Klicker ist ein kleines Gerät, das einClickgeräusch erzeugt. Er ist ein wertvolles Hilfsmittel für die positive Verstärkung und kann dir helfen, deinem Welpen neue Verhaltensweisen beizubringen.
Konditionierung: Verbinde den Klicker mit einer positiven Erfahrung, z.B. einem Leckerli. Klicke und gib deinem Welpen sofort ein Leckerli. Wiederhole dies mehrmals.
Markierung: Verwende den Klicker, um das gewünschte Verhalten deines Welpen zu markieren. Klicke genau in dem Moment, in dem dein Welpe das gewünschte Verhalten zeigt.
Belohnung: Gib deinem Welpen nach dem Klick sofort ein Leckerli.
Timing: Achte auf das richtige Timing. Klicke genau in dem Moment, in dem dein Welpe das gewünschte Verhalten zeigt.
Kreativität: Sei kreativ und verwende den Klicker, um deinem Welpen verschiedene Tricks und Kommandos beizubringen.
Sozialisierung: Die Welt entdecken mit deinem Welpen
Die Sozialisierung ist ein wichtiger Teil der Welpenzeit. Dein Welpe sollte möglichst viele positive Erfahrungen mit verschiedenen Menschen, Tieren, Umgebungen und Geräuschen machen.
Menschen: Lass deinen Welpen verschiedene Menschen kennenlernen, z.B. Kinder, ältere Menschen, Menschen mit Hüten oder Brillen.
Tiere: Lass deinen Welpen mit anderen Hunden und Katzen spielen, wenn sie geimpft und entwurmt sind.
Umgebungen: Nimm deinen Welpen mit an verschiedene Orte, z.B. in den Park, in die Stadt, in den Wald oder auf den Markt.
Geräusche: Gewöhne deinen Welpen an verschiedene Geräusche, z.B. Staubsauger, Autos, Klingel oder Feuerwerk.
Positive Erfahrungen: Achte darauf, dass die Erfahrungen deines Welpen positiv sind. Überfordere ihn nicht und zwinge ihn nicht zu etwas, das er nicht möchte.
Fazit: – Die Welpenzeit: Ein unvergessliches Abenteuer
Die Welpenzeit ist eine aufregende und wunderschöne Zeit, aber auch eine Zeit voller Herausforderungen. Mit der richtigen Vorbereitung, Geduld und Konsequenz kannst du diese Zeit genießen und eine enge Bindung zu deinem Welpen aufbauen. Lass dich nicht entmutigen, wenn es mal nicht so läuft, und suche dir Hilfe, wenn du nicht weiterweißt. Wir wünschen dir und deinem Welpen alles Gute für eure gemeinsame Zukunft!
Kennst du eigentlich schon den Trust the dog CLUB?
NEIN? Na dann aber los! Warum du mitmachen solltest?
- Damit du deinen Hund bei schlechtem Wetter auslasten kannst
- Um mit deinem Hund enger zusammenzuwachsen
- Damit dein Hund mehr auf dich achtet
- Weil dein Hund über sich hinauswachsen wird
- Um deinen Hund noch besser kennenzulernen
- Damit du deinen Hund aus schwierigen Situationen herausholen kannst
- Um die Konzentrationsfähigkeit deines Hundes zu verbessern